top of page
Suche

Mein Kind will keine Zähne putzen!

Aktualisiert: 19. Apr.

Was hilft, wenn dein Kind keine Zähne putzen will? Entdecke tolle Tipps und erfahre, wie Zahnfee und Fantasie dabei helfen können.

 

Zähne putzen – warum mein Kind das nicht will

Zähne putzen? Kaum ein Thema war bei meinem Sohn mehr verhasst. Vielleicht nur noch getoppt vom Zahnarzt-Besuch. Natürlich gibt es unzählige Gründe, die gegen das sorgfältige Putzen von Zähnen sprechen. Hier sei nur eine Auswahl genannt:

Zähne putzen macht keinen Spaß.

  • Ein Muss, kein Darf.

  • Jeden Tag. Mindestens zweimal. Viel zu oft!

  • Die Zahnpasta ist eklig.

  • Die Zähne sind doch hart – so schnell gehen sie schon nicht kaputt!

Hast du das auch schon oft von deinem Kind gehört? Nachfolgend erzähle ich dir von meinen Erfahrungen und gebe ein paar Tipps.

 

Gedanken zu Zahnbürste, Becher und Zahnpasta

Es ist wirklich schwer, ein Kind vom Zähneputzen zu überzeugen. Der erste Schritt: Zuerst einmal alle nötigen Utensilien zu perfektionieren. Das beginnt bei Farbe und Form der Zahnbürste. Geht weiter über einen Becher zum Ausspülen. Blau, grün oder neongelb? Oder sich doch nur mit der Hand Wasser in den Mund schaufeln?

Die Zahnpasta. Dank der Hersteller gibt es auch da eine riesige Auswahl. Trotzdem empfehle ich, beim Austesten wirklich Geduld zu haben. Auch bei meinem Sohn hat es eine Weile gedauert. Die Kinder-Zahnpasta bekam ein „Mama, ich bin doch schon groß!“ verpasst. Aber Mamas „große“ Zahnpasta war zu scharf, die von Papa „roch komisch“. Herzlich danke ich hier dem Hersteller, der auf die Idee kam, seine Zahnpasta schwarz zu färben. Schwarz wie Superhelden. Bei uns ein Glückstreffer!

 

Strafe oder Belohnung oder nicht

Ich bin keine Mutter, die straft. Meiner Meinung nach trifft eine Strafe auch mich selbst. Was zum Beispiel täte ich bei Fernseh-Verbot, wenn ich diese halbe Stunde Zeit nicht einmal mehr für mich selbst hätte? Oder eine Folge „Pepper Wutz“ verpassen würde? Allein kann ich ja schlecht gucken …

Keine Süßigkeiten wären eine logische Konsequenz, immerhin haben sie ja gewissen Einfluss auf die Zähne. Klappt aber nicht bei Oma. Nicht beim Besuch von Freunden. Und beim Papa? Darüber reden wir jetzt besser nicht ...

Belohnen ist normalerweise eine viel bessere Option. Aber wie kann das beim Zähneputzen funktionieren? Für jedes Putzen einen Lolli?

Ok, nach 10mal putzen einen Lolli. Nee, das Angebot war meinem Sohn definitiv zu niedrig! Die Suche nach Kompromissen ist hart und bedarf langer Verhandlungen. Eine Woche putzen gegen ein Spielzeugauto von Cars. Das gibt es aber erst nach der Woche. Nein, nicht schon vorher!

Klappte tatsächlich eine Woche lang. Naja, fast. Ich weiß nicht, wie oft ich mich nochmal aus dem Bett gequält habe, weil ich den Zahnputz-Putzplan nicht abgehakt habe. Und an diesem einen so stressigen Freitagvormittag, an dem noch mein Handy klingelte – gelten auch 3 Sekunden Zähne putzen? Darf man dazwischen eigentlich auch einen Tag lang aussetzen?

Immerhin, irgendwann hielt mein Sohn glücklich das Auto in Händen.

Danach hatte er keine Lust mehr auf Verhandlungen. Und auf Zähne putzen auch nicht.

 

Ein paar gute Zahnputz-Tipps

Freunde und Verwandte versorgten mich großzügig mit Zahnputz-Tipps. Was ich empfehlen kann:

Gemeinsam Zähne putzen

  • Dabei auf einem Bein stehen und versuchen, nicht umzufallen

  • Es gibt wirklich tolle Zahnputzlieder, wie z.B. von Eddi & Dän: https://www.youtube.com/watch?v=EqD4u31h4UU

  • Gute Ernährung, wenige Süßigkeiten oder Fruchtsäfte

  • An die eigene Verantwortung appellieren. „Du bist groß. Du kannst dich selbst darum kümmern. Ich weiß das!“

  • Zahnputzpläne zum Anmalen, Abstempeln o-ä. So ist es wenigstens jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis.

 

Die Zahnfee und die Milchzähne


Zahnfee hilft beim Zähne putzen
Zahnfee Lillibell

„Mama, wer ist die Zahnfee?“

Der Vorteil einer gemischten Gruppe im Kindergarten ist, dass die Kleineren manche Themen der Größeren mitbekommen. Und das Thema Zahnfee schien plötzlich interessant zu sein. Ich kramte mein Wissen zusammen und erklärte:

„Also, die Zähne, die du hast, sind deine ersten Zähne, sie heißen Milchzähne. Und diese Milchzähne fallen irgendwann aus. Den ersten ausgefallenen Milchzahn legst du dann unter dein Kopfkissen. Dann kommt die Zahnfee und nimmt ihn mit.“

Mein Sohn hörte andächtig zu.

„Und wohin bringt die Zahnfee dann meinen Zahn?“

Das wusste ich auch nicht. Aber zum Glück kam mir die Fantasie zu Hilfe. Ich erklärte ihm, dass die Zähne ins Feenland kommen. Dort pflanzen die Feenkinder die Zähne ein. Aus ihnen wachsen Zahnbäume. Wunderschöne und starke Bäume!

Nein, ich habe nicht dazu gesagt, dass die Zähne dafür am besten sauber und blank geputzt sind. Ich glaube, dass auch die Bäume im Feenland sehr unterschiedlich sind, wie eben auch jede Fee anders ist als eine andere. Aber irgendwie hat es trotzdem gewirkt. Für meinen Sohn waren Osterhase und Christkind immer sehr eindrucksvoll. Vielleicht wurden deshalb auch die Zahnbäume wichtig. Und auch die Pflege der jeweiligen, zukünftigen Zahnbäume. 

Ich glaube, was sich hier verändert hat, ist die Wertschätzung der Zähne. Bisher waren sie einfach da. Die Erfahrung von starken Zahnschmerzen, die uns Erwachsenen zu einer guten Pflege motivieren, haben die meisten Kinder ja zum Glück noch nicht gemacht. Warum also soll man sich kümmern? Durch die Zahnfee bzw. die Zahnbäume wurden die Zähne plötzlich etwas Besonderes. Etwas Eindrucksvolles. Sie bekamen einen zusätzlichen Wert.

 

Die Zahnfee kommt!

Irgendwann war es soweit. Mein Sohn hielt seinen ersten, ausgefallenen Zahn in Händen! Die Freude war riesig. Das kleine weiße Kerlchen wurde lange begutachtet, dann abgespült und natürlich gleich unters Kopfkissen gestopft. Dann begann das Warten!

Einschlafen war an diesem Abend mindestens genauso mühsam wie vor Weihnachten, Ostern oder Geburtstag. Und die Freude fast genauso groß, als am nächsten Morgen ein kleines Geschenk mit einem kurzen Danke-Brief der Zahnfee auf dem Kopfkissen lag. Aus dem wunderhübschen Milchzahn würde jetzt im Feenland ein großer Baum wachsen, auf dem alle Feenkinder vergnügt herumklettern konnten.

Dieser Milchzahn hatte übrigens nur einen winzigen braunen Fleck. Ob man den wohl auch dem Baum ansieht?

 

Wie kann der Effekt noch verstärkt werden

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, um den Zähnen auf fantasievolle Art einen positiven Wert zu verleihen. Vielleicht wachsen ja auch Sterne aus ihnen. Oder sie werden zu Glücksbringern, die die Feenkinder an einer Kette tragen. Vielleicht hat sogar dein Kind noch ein paar tolle Ideen dafür!


Die Zahnfee aus dem Spinnlabor!

Wir, Autorin Florentine Hein und Illustratorin Sabine Sauter, haben mit Freude die Geschichte der kleinen Zahnfee aufgeschrieben und noch ein zusätzliches Set mit Bastelbogen und Putzplan ausgesponnen. Vielleicht kann es euch helfen? Klicke einfach auf das Bild, dann wirst du zu eduki weitergeleitet, kannst erstmal schauen und ggf. die Sets für kleines Geld erwerben. Wir wünschen dir und deinen Kids blitzblanke Zähne!






2 comentarios


Invitado
22 abr

Meine Tochter hat endlich Spaß am Zähneputze.

Me gusta

Invitado
19 abr

So Toll!

Me gusta
bottom of page